Synodale Gremien in der Diözese


Sagen, was wichtig ist: Die Diözesanversammlung.

Die Diözesanversammlung ist die gewählte Vertretung der Katholik:innen des Bistums Limburg. Die Diözesanversammlung hat 45 Mitglieder: 30 von den Regionalsynodalräten gewählte Mitglieder wählen weitere 15 Mitglieder hinzu. Mindestens fünf dieser Mitglieder kommen aus den Gemeinden von Katholik:innen anderer Muttersprache und mindestens drei aus den katholischen Verbänden.
Präsidentin Daniela Erdmann und Präsident Gerhard Glas wurden im Juli 2024 als erste Doppelspitze der Diözesanversammlung gewählt. Mirjam Rex und Andreas Feldmar wurden als Vizepräsident:in gewählt. Präsident:in und Vizepräsident:in bilden mit sechs weiteren gewählten Mitgliedern das Präsidium der Diözesanversammlung, das die Sitzungen der Vollversammlung vorbereitet.
Die Diözesanversammlung tagt in der Regel zweimal im Jahr an einem Samstag von 9 bis 15 Uhr. Die nächsten Sitzungen sind für den 9.11.2024 und den 8.3.2025 geplant.
Die Diözesanversammlung
- beschäftigt sich mit Themen, die wichtig sind für den gesellschaftlichem Zusammenhalt.
- äußert sich zu kirchen- und gesellschaftspolitischen Fragen, nachdem sich die Mitglieder in der gemeinsamen Auseinandersetzung dazu eine Meinung gebildet haben.
- greift Themen auf, die in den Pfarreien oder den Regionen aufkommen, und führt sie weiter.
- zeigt Gesicht als Stimme der Katholik:innen im Bistum Limburg.
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Beratung und Entscheidung: Der Diözesansynodalrat.
Der Diözesansynodalrat ist das Gremium, das gemeinsam mit dem Bischof von Limburg die wesentlichen Entscheidungen für die Diözese berät. Dem Diözesansynodalrat (DSR) gehören bis zu 26 Mitglieder an, darunter je fünf von den Regionalsynodalräten und der Diözesanversammlung, je zwei vom Rat der Gemeinden von Katholik:innen anderer Muttersprache und vom Seelsorgerat gewählte Mitglieder.
Der Diözesansynodalrat tagt mehrmals im Jahr an einem Samstag von morgens bis zum frühen Nachmittag. Ein gewählter Vorstand bereitet die Sitzungen vor. Die Einladungen zu den Sitzungen werden 10 Tage vor der Sitzung online veröffentlicht. Der DSR tagt teils öffentlich, teils nicht öffentlich. Über die Beratungsergebnisse wird in einem öffentlichen Protokoll informiert.
Der Diözesansynodalrat
- berät über Leitbild und Bistumsstrategien und über die inhaltlichen Schwerpunkte beim Ressourceneinsatz,
- berät über Gesetze und Strukturentscheidungen, die den Rahmen für das kirchliche Leben im Bistum setzen,
- ist beteiligt an der Erstellung des Haushaltsplans,
- wählt die Mehrheit der Mitglieder des Diözesankirchensteuerrates,
- ist in die Besetzung von Leitungsstellen im Ordinariat und in das Verfahren für die Bestellung des Bischofs einbezogen.
Der Bischof von Limburg ist der Vorsitzende des Diözesansynodalrats. Der DSR trifft nach Abschluss einer Beratung Entscheidungen in Form von Empfehlungen an den Bischof von Limburg, denen dieser in der Regel zustimmt. Stimmt er nicht zu, gibt es ein geregeltes Verfahren, um zu einer guten Einigung zu kommen. Einmal jährlich erfolgt ein Bericht über die Umsetzung der Beschlüsse des DSR.
Zusammensetzung, Aufgabenstellung und Arbeitsweise des Diözesansynodalrates sind nicht zuletzt an den Zielen des MHG-Folgeprojekts "Betroffene hören - Missbrauch verhindern" ausgerichtet, dessen Maßnahmen u.a. den Abbau von klerikalistischen Strukturen, die stärkere Beteiligung von Frauen an Leitungsentscheidungen, transparente Entscheidungsprozesse und Gewaltenunterscheidung zum Ziel haben. Weitere Ziele - wie das einer möglichst breiten Beteiligung an der Entscheidungsfindung und des Einbezugs möglichst divers zusammengesetzter Gruppen - sollen durch ergänzende Partizipationsformate im Auftrag des DSR erreicht werden, mit denen ausdrücklich Personen angesprochen werden, die nicht Gremienmitglieder sind.
Die seelsorgliche Perspektive: Der Seelsorgerat
Erstmals gibt es seit der Konstituierung im September 2024 im Bistum Limburg einen Seelsorgerat. Er besteht aus den 12 Mitgliedern des Priesterrats, je fünf gewählten Pastoral- und Gemeindereferent:innen sowei zwei gewählten Diakonen. Die Wahl der Mitglieder erfolgte innerhalb der Berufsgruppen, die Beratung unter dem Vorsitz des Bischofs erfolgt gemeinsam. Damit gibt es im Bistum Limburg erstmalig einen Rat der hauptamtlichen Seelsorger:innen, der mit dem Bischof gemeinsam relevante Fragen in der Diözese aus pastoraler Perspektive berät. Der Priesterrat nimmt seine vom CIC vorgesehenen Mitwirkungsrechte in der Regel im Rahmen der gemeinsamen Beratungen wahr.
Bischof Dr. Georg Bätzing ist Vorsitzender des Seelsorgerates, Jutta Fechtig-Weinert wurde zur Sprecherin gewählt. Dem gewählten Vorstand gehören Pfarrer Dr. Werner Otto, Gemeindereferentin Stefanie Feick und Diakon Michael Schönberger an. Die Sitzungen des Seelsorgertates sind für die von den Mitgliedern vertretenen Berufsgruppen öffentlich.
Der Seelsorgerat
- entsendet zwei Mitglieder in den Diözesansynodalrat,
- kann zu den Fragen, die der Diözesansynodalrat berät, Stellung nehmen,
- berät grundsätzliche Fragen, die das pastorale Personal betreffen (Personaleinsatz, Personalentwicklung, Aus- und Fortbildung)
- ist in relevante Personalbesetzungsverfahren eingebunden.
Die Einrichtung des Seelsorgerates ist ein Ergebnis des MHG-Folgeprojekts "Betroffene hören - Missbrauche verhindern", dessen Maßnahmen u.a. den Abbau von klerikalistischen Strukturen, die stärkere Beteiligung von Frauen an Leitungsentscheidungen, transparente Entscheidungsprozesse und Gewaltenunterscheidung zum Ziel haben.
In der Muttersprache beten: Der Rat der Gemeinden von Katholik:innen anderer Muttersprache
Im Bistum Limburg gibt es Katholik:innen aus mehr als 120 Nationen. Für viele sind Gebet, Gottesdienst und kirchliche Gemeinschaft in der Muttersprache wichtig. Die Gemeinden von Katholik:innen anderer Muttersprache sind im Bistum Limburg in vieler Hinsicht den Pfarreien gleichgestellt und bieten Raum, in vielfältigen Formen Kirche zu sein. Jede muttersprachliche Gemeinde, die einen Gemeinderat gewählt hat, entsendet zwei Mitglieder in den Rat.
Der Rat der Gemeinden von Katholik:innen anderer Muttersprache
- ist Forum für den Austausch zwischen den kulturell sehr unterschiedlichen Gemeinden,
- bündelt die Interessen der muttersprachlichen Gemeinden gegenüber dem Bistum,
- entsendet zwei Mitglieder in den Diözesansynodalrat und ist so in die wichtigen Entscheidungen im Bistum eingebunden,
- ist über die zugewählten Mitglieder der Diözesanversammlung in die Meinungsbildung und in öffentliche Äußerungen zu gesellschaftlich und kirchlich relevanten Fragen eingebunden.
Einen diözesanen Rat der muttersprachlichen Gemeinden gibt es nur in wenigen deutschen Diözesen. Die muttersprachlichen Gemeinden wählen selbst Gemeinderäte und sind in die Arbeit der Pfarrgemienderäte und Regionalsynodalräte eingebunden.
Die Perspektive der Orden: Der Ordensrat
Auch die Orden und geistlichen Gemeinschaften, die das kirchliche Leben im Bistum Limburg prägen, finden sich im Ordensrat zusammen. Aufgrund der Eigenständigkeit der Orden und geistlichen Gemeinschaften hat dieser Rat den Charakter einer Arbeitsgemeinschaft.
Zur Vorsitzenden des Ordensrates wurde im Frühjahr 2024 erneut Sr. Lydia Stritzel OSB gewählt.
Der Ordensrat
- ermöglicht Austausch und Vernetzung der Mitglieder,
- informiert und berät die Bistumsleitung in Fragen, die die Orden betreffen,
- sucht den Austausch mit den synodalen Gremien,
- schlägt Mitglieder zur Wahl in die synodalen Gremien vor,
- regt gemeinsame Aktivitäten der Mitglieder und mit Kooperationspartner:innen an.